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Buch-Headhunter

Die Headhunter Connection

Roman

Paperback, ca. 400 Seiten   ISBN 3-87314-383-6
20,5 x 13,8 cm
in Deutschland :           Euro 19,80
Veroeffentlichung :       1. Maerz 2003

Joh.Heider Verlag GmbH,   Bergisch-Gladbach
Online-Bestellung :       www.heider-verlag.de

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Buchrueckseite

Ein Insider, der gegen alle Tabu-Grenzen verstoesst und die raffinierten Tricks und Machenschaften der Headhunter und IT-Consulting-Unternehmen schonungslos offen legt. Der amueant-spritzige Roman stoesst bis in die Intimsphaere vor und gewaehrt dem Leser sowohl Einblick in die Arbeitsweisen serioeser IT-Vermittler als auch in die Praktiken der von Geldgier getriebenen schwarzen Schafe dieser Branche. Die Schicksale und Eigenarten der IT-Berater kommen dabei nicht zu kurz. Der Autor beschreibt den rasanten Aufstieg und spaeteren Fall einer Unternehmensberatung und laesst den Leser in herzhaft erfrischender Weise an dem stressreichen Job eines IT-Vermittlers teilnehmen, der zwischen drei Parteien jonglieren muss. Auf der einen Seite sein Arbeitgeber, der ihm die Unternehmens- ziele diktiert, dann die freiberuflich taetigen IT-Berater (Freelancer), die mit ihren nicht unbescheidenen Honorarvorstellungen neue Projektaufgaben suchen, und auf der anderen Seite seine Kunden, die den Preis bis an die Schmerzgrenze herunterdruecken. Die Liebe zu einer Frau zwischen Tuer und Angel zehrt schliesslich auch noch an seinen Kraeften.

Alle handelnden Personen und Namen sind frei erfunden, Aehnlichkeiten mit lebenden Personen oder Unternehmen waeren rein zufaellig.

 

Auszug aus dem Eintrag "Autoren in Moenchengladbach"          www.moenchengladbach.de

Mit seinem ersten Roman Die Headhunter Connection hat Walter Beckers in hervorragender Weise das Kunststück vollbracht, ein urspruenglich als Lehrbuch geplantes Werk zu einem spannenden Roman fortzuentwickeln. Beilaeufig verschafft das Buch eingebettet in einer lebendigen Szenenfolge dem Leser Einblick in einen Zweig der modernen Dienstleistungswirtschaft, der den meisten unbekannt sein duerfte. Nahezu unbemerkt von der Oeffentlichkeit werden in speziellen Unternehmensberatungen IT-Fachleute als Freiberufler oder als eigene Angestellte an andere Unternehmen voruebergehend für die Erledigung bestimmter Projekte der Informationstechnik ausgeliehen. Der Autor beschreibt dabei den rasanten Aufstieg einer kleinen prosperierenden IT-Consulting-Firma und deren spaeteren Fall als Folge verfehlter Geschaeftspolitik. Er laesst den Leser an dem stressreichen Beruf eines IT-Vermittlers teilhaben,wobei aber die einfuehlsame Darstellung der persoenlichen Schicksale von Menschen in seinem beruflichen und privaten Umfeld nicht zu kurz kommt.

In der Szene wird dieses Ausleihgeschaeft auch als Bodyleasing bezeichnet. Ob man dieses Geschaeft als eine moderne Variante des Sklavenhandels bezeichnen kann, sollte der Leser selbst beurteilen.

Walter Beckers hat feste Plaene für seine literarische Arbeit in der Zukunft. Auf seinen naechsten Roman darf man gespannt sein.

 

Rezension eines IT Freelancers (Mainframe Programmer) :

Der Titel ist leicht irrefuehrend und laesst ggf. einen Wirtschaftskrimi vermuten; zudem geht es nicht in erster Linie um die Verbindung zu oder die Verbindungen von Headhuntern untereinander, in der deutschen Presse bekannter als die zahlreichen Unternehmensberatungen und Personalvermittler im EDV-Bereich. Nur einmal wird relativ kurz die “Connection” eines solchen Unternehmens zu einem Headhunter angefuehrt, als eine Firma einen Menschen mit sehr speziellen Kenntnissen sucht und diesen ueber einen sogenannten “Kopfjaeger” findet.

Auf den meisten der 400 Seiten dieses Romans aus der EDV-Szene, der viel Hintergrundwissen zum Beruf verraet, geht es um die Arbeitsweise einer Unternehmensberatung, deren vornehmliche Aufgabe darin besteht, Firmen wie Banken und Versicherungen zusaetzliches Personal auf Zeit fuer grosse Aufgaben wie die Jahr-2000-Umstellung und die Euro-Einfuehrung in zahlenreichen Computerprogrammen zu vermitteln.

Aber Programmierer sind in den Jahren 1999 und 2000 duenn gesaet, weshalb man zweifelhafte Geschaeftsverbindungen zu Konkurrenten aufnehmen, einander Leute abwerben oder auch schon mal die Daten z.B. eines Russen “schoenen” muss, um die “gesuchten” Leute beim Kunden unterzubringen, worauf dann den Vermittlern eine dicke Provision winkt.

So erschoepfen sich denn auch weite Teile des Buches neben dem vermittelten Hintergrundwissen zum Beruf, das zum Teil in Nebenhandlungen eingebracht wird (so beraet z.B. ein Headhunter Studierende), mit dem Privatleben eines gut verdienenden Vertrieblers oder Menschenhaendlers, dessen Fahrten durch ganz Deutschland (inkl. love story) und zahlreichen (ggf. zu) detaillierten Essens- und Urlaubsbeschreibungen, die einem Bonvivant oder Yuppie zur Ehre gereicht haetten.

Am Ende wird es dann (unfreiwillig ?) komisch, wenn ein Clown von einem neuen Geschaeftsfuehrer ein erfolgreiches Unternehmen binnen kurzer Zeit voellig herunterwirtschaftet, wozu natuerlich auch die allgemeine wirtschaftliche Situation in Deutschland besonders nach den Terroranschlaegen des 11.September beitraegt.

Walter Beckers ist Insider der Szene und ehemaliger Programmierer, arbeitet selbst als Vertriebler bei Unternehmensberatungen. Schonungslos, aber auch stets mit einem Augenzwinkern erlaeutert er die Macken der am Marktgeschehen Beteiligten und ihre kleinen Berufstricks. Stilistisch und in Bezug auf den Aufbau seines Erstlingswerks haette er noch einigen tun sollen: Viele belang- bzw. ziellosen Zwischenbemerkungen und -handlungen halten die eigentliche Romanhandlung mit ihren zwei Hauptstraengen (Arbeit und Niedergang der Firma, sich entwickelnde Beziehung zwischen Axel und Iljana) auf, hier waere weniger mehr gewesen. Dafuer haetten z.B. mehr Absaetze zum besseren Seitenaufbau beigetragen. Hier laeuft oft ein Absatz ohne Stop oder erkennbare Sinnabschnitte ueber die ganze oder gar mehrere Seiten, worin Beckers einem anderen Vertreter der schreibenden Zunft vom Niederrhein gleicht: Hanns Dieter Huesch.

M.V.

 

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